Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V.

ORGANISATION GEMEINSAMER FASTNACHTSVERANSTALTUNGEN

Ein Prinzenpaar wie aus dem Bilderbuch
Manfred II. und Kerstin I. regieren Neunkircher Narren

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Kerstin und Manfred Frisch in ihrem schönen Zuhause

 
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Die Kindergartenkinder gratulierten
natürlich auch auf dem Standesamt.

 
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Scheinen auf der Bühne zuhause zu sein: NKA-Präsident
Karl Albert, Kerstin I., Manfred II. und Prinzenfahrer
Wolfgang Detemple (von links)

 
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Kerstin feierte mit knapp drei Jahren
als „Zwerg“ Faasenacht.

 
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Manfred verkleidete sich mit sechs Jahren als Aladin.

 
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Prinz und Prinzessin – oder das frisch getraute
Ehepaar Frisch (sitzend links) – drückten schon 1989 gemeinsam die Schulbank.

 
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Schon als „kläner Stoppe“ legte Manfred Platten auf…

 
Faasenachter par excellence sind Prinz Manfred II. und Prinzessin Kerstin I., das Prinzenpaar des Neunkircher Karnevalsausschusses (NKA) in der aktuellen Session. Sie halten uns ganz schön in Atem, aber vor allem sind sie hervorragende Repräsentanten für die Neunkircher Faasenacht. Wir haben sie privat getroffen.

Prinz Manfred II. und Prinzessin Kerstin I. legten am 11.11.11 um 11.11 Uhr einen Traumstart hin: Erst gaben sie sich auf dem Neunkircher Standesamt das Ja-Wort – und holten so zum Sessionsstart gleich jede Menge Trubel ins Verwaltungsgebäude, denn natürlich kamen nicht nur Kerstins Kindergartenkinder und -kolleginnen zum Gratulieren, die den Heiratsantrag des Prinzen auf der KKW-Bühne nachspielten, sondern auch zahlreiche Vertreter der Neunkircher Faasenacht. Und so ging’s im Rathaus schon gleich hoch her – mit viel Heijo und Alleh hopp. Am gleichen Abend stand das jung vermählte Paar dann zu ihrer Inthronisierung zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und riss mit ihrer witzigen, frechen, aber vor allem fröhlich vorgetragenen Rede Alle mit – sie hatten das närrische Publikum gleich auf ihrer Seite. Anfang des Jahres dann der Schock: Manfred verletzte sich bei einem Unfall, landete im Krankenhaus und musste eine Gesichtsoperation über sich ergehen lassen. Neben der Sorge um ihren Gatten stand Kerstin nun vor der Frage, wie es mit der Faasenacht und ihren Terminen weitergehen sollte! Für die Vollblutfaasenachterin keine Frage: Sie schlug sich alleine durch – und das grandios! Beim NKA-Ordens- und Prinzenempfang pochte ihr Herz zwar noch heftiger als beim ersten Auftritt, weil ihr der sichere Part an ihrer Seite fehlte und sie musste emotional sehr kämpfen, wie sie uns später berichtete, aber das merkte im Publikum keiner, souverän hielt sie ihre kurzfristig der Situation zugeschnittene Rede und hängte den verdienten Narren ihre Orden um. Manfred fieberte vom Krankenhausbett aus mit und konnte die Genesungswünsche per Telefon life von der Veranstaltung empfangen. Auch die ersten Ordensempfänge der dem NKA angeschlossenen Vereine musste Prinzessin Kerstin I. alleine bewältigen, aber inzwischen ist Prinz Manfred II. wieder mit ihr unterwegs – mit noch etwas geschwollener Backe, aber frohen Mutes.
Zuvor durften wir Kerstin und Manfred Frisch – wie
sie im „richtigen“ Leben heißen, in ihrem schönen Eigenheim in Oberbexbach besuchen und sie erzählten uns von sich. Kerstin kam am 21. April 1979 auf die Welt und wuchs in Wellesweiler auf. Nach ihrer Schulzeit verwirklichte sie ihren Traum Erzieherin zu werden, arbeitete erst im Städtischen Fröbelkindergarten und seit 2002 in der Städtischen Kindertagesstätte in Wellesweiler. Ihre Eltern, Birgit und Georg Spies, leiteten viele Jahre das Katholische Vereinshaus in Wellesweiler, wodurch Kerstin früh Kontakt mit den KKW-Gardemädels bekam. 22 Jahre schwang sie dort das Tanzbein – bis zur letzten Session. Nun trainiert sie, gemeinsam mit ihrer Cousine und Freundin Andrea Bender, „nur“ noch die „Minis“, die sie vor zehn Jahren gründete, und eröffnet stets mit der Gruppe „Kaltstarter“ – auch unter des Präsidenten Elmar Schneider „Sei Weiwer“ bekannt – die KKW-Kappensitzungen. Manfred Frisch wurde am 1. Dezember 1977 in Neunkirchen geboren und wuchs in Heiligenwald auf. Er ist von Beruf Maurer und seit 2001 bei „Linnebacher Bau GmbH“ beschäftigt. Auch er ist von klein auf ein Faasebootze, wenn er sich auch erst spät einem Verein anschloss. Beim KKW konnte er dann aber seine künstlerische Ader frei entfalten und gestaltet heute gemeinsam mit Uwe Henniger den Rosenmontagswagen sowie das Bühnenbild. Seit zwei Jahren ist er auch Mitglied des KKW-Elferrates. Auch den diesjährigen Prinzenorden hat er übrigens entworfen.
Kerstin und Manfred kennen sich bereits aus der Schulzeit – sie besuchten gemeinsam die Realschule Neunkirchen und verstanden sich schon damals gut. Danach verloren sie sich aus den Augen und fanden sich erst nach fast 13 Jahren im Internet unter wkw (wer-kennt-wen) wieder. Sie verabredeten sich 2008 aufs Neue und verliebten sich…
Kerstin und Manfred haben in „ihrer“ Session viele Helfer an ihrer Seite, auf die sie sich verlassen können. Prinzenfahrer Wolfgang Detemple bringt die beiden mit einem ­Citroen des Autohauses Bäcker in Neunkirchen sicher zu allen Terminen und unterstützt sie mit seiner Erfahrung – schließlich chauffierte er auch das Prinzenpaar der Session 1995/96, in der Patric I. und Alexandra I. regierten. Patric ist Kerstins Bruder. Damals hätte sie nie gedacht, dass auch sie mal Prinzessin würde, erzählte sie uns schmunzelnd, denn ein Kindheitstraum, wie er bei vielen Mädchen vorkommt, war dies bei ihr nicht. Aber als in ihrem Heimatverein KKW, der in diesem Jahr das Prinzenpaar stellen sollte, die Frage laut wurde, ob Kerstin und Manfred diesen Part übernehmen wollen, waren sie sofort dazu bereit. Die spritzigen Reden, die der KKW-Präsident Elmar Schneider für sie schreibt, üben sie in Wort und Gestik aufwendig ein, wobei sie Angela Heintz begleitet. Die Frisuren der Prinzessin stammen aus der erfahrenen Hand von Sabine Günder-Fritz und werden
in deren Salon Hairdesign by Sabine gestylt. Als Hofschneiderei fungieren Brautmode Rena in Ottweiler und Petra Detemple. Gut eingespielt sind durch viele Prinzenpaarbetreuungen Doris Schmelzer, die Wirtin der Prinzenschänke im Neunkircher Borussia Heim, und das Fotostudio Jürgen Trampert, das für die offiziellen Prinzenbilder verantwortlich zeigt. Die Autogrammkarten sponserte die Linnebacher Bau GmbH und viel Unterstützung leisten weiterhin das NKA-Präsidium und die acht dem NKA angeschlossenen Vereine.
Die Hobbys der beiden werden beim Besuch in ihrem trauten harmonisch gestalteten Heim offensichtlich: Manfred ist in Dekorationsangelegenheiten sehr kreativ und gestaltet nicht nur gern die heimischen vier Wände, sondern stellt auch einzelne Szenen aus seinen Lieblings-(Horror)filmen nach, die er dann als Filmboxen in einer Vitrine aufbewahrt. Eine andere Vitrine ist der Leidenschaft Kerstins gewidmet und enthält jede Menge Orden, Pokale und Accessoires aus ihrer Gardezeit. Im Garten arbeitet Manfred genauso gerne wie im und am Haus und gemeinsam – oder abwechselnd, wie es die Zeit erlaubt – kochen sie auch gerne. Sie treffen sich oft mit Freunden oder entspannen bei schönen Kinoabenden. Kerstin liest auch gerne mal einen guten Thriller oder ­Krimi. Als DJ, ein weiteres Hobby von Manfred, fungiert dieser aber aus zeitlichen Gründen nur noch zu Hause.
Die kirchliche Hochzeit wird im Sommer dieses Jahres stattfinden:
Der Termin – der 7.7.2012 – ist allerdings Zufall und nicht närrisch bestimmt.

ts
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