Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V.

ORGANISATION GEMEINSAMER FASTNACHTSVERANSTALTUNGEN

Unbezahlbare Stunden und Erlebnisse
Das Ex-Prinzenpaar lässt seine Session Revue passieren

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Das Ex-Prinzenpaar vor ihrem Bild, das nun im heimischen Wohnzimmer hängt
 
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Judith und Ulrike stehen in dieser Session wieder als
„Es Ähn unn es Anner“ in der Bütt.
 
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NKA-Präsident Karl Albert inmitten von Prinzenpaar
und Gefolge
 
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Die prinzliche Schar mit ihrer Schenkenwirtin
Doris Schmelzer (Borussia Heim)
 
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Nun auch als „Katastrophoniker“
in der Faasenacht unterwegs:
Stefan, Ulrike, Sven und Judith (von links)
 
In unserer nächsten Ausgabe stellen wir Ihnen das NKA-Prinzenpaar der Session 2010/11, Prinz Ralf I. und Prinzessin Severine I., vor. In dieser Ausgabe Ihres Stadtmagazins „es Heftche“ blicken wir gemeinsam mit Judith und Sven Hottenbacher auf ihre Zeit als Prinzenpaar zurück.

„Der Tag an dem uns mitgeteilt wurde, dass wir das NKA-Prinzenpaar 2009/10 werden, war ein Tag wie Ostern, Weihnachten und Pfingsten auf einmal! So ungefähr könnte man das Gefühl beschreiben! Und von da an gab es nur noch Faasenacht für uns“, beschreiben Judith und Sven Hottenbacher ­ihre Gefühle bei Bekanntgabe ihres Amtes. Und sogleich wurden ihre besten Freunde mit eingeplant.
„Uns gibt es nur als Viererpack“, diese wohl ungewöhnliche Aussage steht für die innige Freundschaft des Prinzenpaares 2009/10 zu Zofe Ulrike Ludes und Hofmarschall Stefan Ludes. Wer die vier Freunde während der Session erlebt hat, versteht, was gemeint ist. Gemeinsam wurde Wind, Wetter und selbst dem größten Schneetreiben getrotzt. Ulrike und Stefan Ludes gewährten dem Prinzenpaar während der heißen Phase gerne auch 15 Tage Asyl in ihrem Haus in Wiebelskirchen. „Da wir bei diesen Wetterverhältnissen nicht wussten, ob wir aus unserer Heimatstadt Quierschied noch einmal herauskommen würden, packten wir kurzer Hand die Koffer und nisteten uns bei Familie Ludes ein“, so Judith Hottenbacher, die diese Zeit um nichts in der Welt mehr missen möchte! „Solche Freunde sind nicht mit Gold aufzuwiegen! Wir wurden umsorgt und teilten Tisch, Bad und alle Räumlichkeiten im Hause Ludes“, ergänzt Sven Hottenbacher. So manches heiße Getränk wurde abends genossen, um die Kälte aus den Knochen zu treiben und der Prinz, gehandicapt durch seinen Ellbogenbruch, war doch froh über die Hilfe der Freunde. Geschlafen wurde in dieser Zeit auf der Luftmatratze und in dem Wiebelskircher Haus sah es stellenweise wüst aus – da konnte es schon mal passieren, dass die Deckenleuchte im Wohnzimmer als Aufhängung für den Reifrock der Prinzessin dienen musste! Man kann sich vorstellen, viermal der komplette Ornat, inklusive Orden und Schals im ganzen Haus verteilt und doch fanden Alle gerade diese Tage als die schönsten der ganzen Session. Rund 100 Veranstaltungen besuchten die Vier gemeinsam und Stefan Ludes brachte sein Prinzenpaar selbst bei widrigsten Wetterverhältnissen von A nach B. Einmal brauchte der Prinzenwagen von den Furpacher Eulenspiegel, dem Heimatverein des Prinzenpaares, bis zu den Daalern nach Neunkirchen rund 50 Minuten und zwischenzeitlich überlegten die Tollitäten sogar den Fußweg. Doch die Strecke wurde gemeistert! Wohl geordnet waren hinten im Auto Körbe mit den Orden und Schals der Vereine, die zu besuchen waren. Dachte man im Hause Hottenbacher! Meist war es auch so, bis eines Tages die Bilder mit Widmung für die NKA-Vereine Rote Funken und Neinkerjer Plätsch vertauscht wurden. Kein Weltuntergang, denn der natürliche Charme von Judith und Sven macht diesen kleinen Fauxpas wieder wett! Der Prinz und seine „Schunkelprinzessin“ sorgten überall für gute Stimmung, so auch bei den zahlreichen Kindersitzungen, die die beiden sehr gerne besuchten. Judith Hottenbacher: „Es gibt nichts schöneres als diese strahlenden Kinderaugen und sich dann inmitten der Kinder wieder zu finden, die einem mit großer Freude die Lollies aus der Frisur ziehen!“ „Auch“, ergänzt Sven Hottenbacher, „die große Freude der alten und kranken Menschen und die Stunden mit den Kindern, das sind Zeiten, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind. Unbezahlbar!“ Es konnte auch passieren, dass das Prinzenpaar nebst Adjutanten ganz spontan und unkompliziert auf der einen oder anderen Veranstaltung erschienen und dort großes Erstaunen und Freude bereiteten.
„Hier an dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Arbeitgebern und unseren Kollegen bedanken, die uns sehr gut unterstützten während unserer Amtszeit“, betonen die Vier einstimmig. Das Ex-Prinzenpaar und das Ehepaar Ludes sind im Krankenpflegebereich tätig und es war kein Problem mit ihren Arbeitskollegen Dienste zu tauschen und Urlaub zu bekommen. Überall verbreitete dieses Gespann Frohsinn und gute Laune und Judith bringt es auf den Punkt: „Wir wären nichts ohne unsere fleißigen Helfer und ohne unsere Narren!“ Doch auch am Aschermittwoch war noch nicht alles vorbei und so freuten sich Prinz und Prinzessin über die Einladung in die Schweiz zu den Babyloch-Guggen, zu denen Neunkirchen schon seit Jahren gute Kontakte pflegt, eine Woche nach unserer Faasenacht und im Sommer waren sie zu Gast bei der Taufe der ersten alemannischen Narrenzunft des Saarlandes. Stefan Ludes betont: „In dieser Konstellation würde ich gerne noch einmal eine Session Faasenacht feiern!“ Und zustimmendes Nicken der anderen Drei bestätigt dies. Als nun am 11.11. im Paulussaal in Neunkirchen die Insignien abgelegt werden mussten, hatte nicht nur die Zofe ein paar Tränchen in den Augenwinkeln. Bei der Abschiedsrede des Prinzenpaares und dem anschließenden Lied „ Ähmo Prinzepaar in Neinkerje Saar“ mussten doch einige im Saal schlucken. Doch auch nach ihrer Amtszeit werden die beiden nicht in den närrischen Ruhestand gehen. Sie sind weiterhin aktiv in der Neunkircher Faasenacht eingebunden, ebenso wie Ulrike und Stefan Ludes. Alle Vier sind Mitglieder der Gesangsgruppe „Die Katastrophoniker“ des KV Eulenspiegel. Judith und Ulrike sind in der Bütt bekannt als „es Ähn un es Anner“ und Sven und Stefan begeistern sich für die Arbeit im Verein. So wird der Ruhestand des Ex-Prinzenpaares der Session 2009/10 wohl eher ein Unruhestand werden. Sie leben mit und für die Faasenacht in Neunkirchen und so gründeten sie einen Stammtisch, der sich regelmäßig trifft und zu dem Vertreter der Vereine des NKA herzlich eingeladen sind.

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