Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V.

ORGANISATION GEMEINSAMER FASTNACHTSVERANSTALTUNGEN

Die Knüller der Neunkircher Faasenacht
Bei NKA-Gemeinschaftssitzung waren Höhepunkte vereint

 
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Das Männerballett des KKW Wellesweiler mit seinem „Skandal um Rosi“

 
 
Karl Albert – hier mit Heike Ziegler – führte wie stets galant und gut gelaunt durchs Programm.

 
 
„Es Luwies“, Elke Rothaar, strapazierte die Lachmuskeln arg.

 
 
Messerscharf, aber nie verletzend: „Narr“ Alexandra Karr-Meng

 
 
Die Aktivengarde des KV Eulenspiegel – wie immer eine Augenweide

 
Über die Schwierigkeit, die Höhepunkte aus den dem Neunkircher Karnevalsausschuss (NKA) angeschlossenen acht Vereinen auszuwählen, ist sich Jeder im Klaren, der auch nur einige der Sitzungen verfolgen konnte. So sprach auch NKA-Präsident Karl Albert das Problem an, das Programm für diese ganz besondere Faasenachtsveranstaltung zusammenzustellen.

Erstmal aber hatte Karl Albert jede Menge zu tun, zu der Gemeinschaftssitzung viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und nicht zuletzt den Vereinen zu begrüßen. Er tat dies wie gewohnt von der Bühne des bis auf den letzten Platz besetzten Neunkircher Bürgerhauses, aber zum ersten Mal vor einem eigenen, beeindruckenden NKA-Bühnenbild, auf dem viele Motive der Kreisstadt nachgebildet sind – unter anderem das Rathaus, das alte Hallenbad, das AHA, Christus- und Marienkirche. Zoo-Logo und ein riesiger Fußball waren ebenfalls hinter viel Grün zu sehen und über allem wachten ein NKA-Heißluftballon und -Clown, dessen Hand sich sogar gelegentlich bewegte. „Die Idee von einigen, die Arbeit von vielen“, erläuterte der NKA-Präsident zu dem schmucken Bühnenbild und nannte als Verantwortliche den NKA-Vizepräsidenten Kurt Scherer als „Chefingenieur“, der Entwurf sei von Yves Perrin und umgesetzt wurde alles bei der GPW in Furpach. Der Elferrat, der bei dieser Sitzung traditionell aus den Vorsitzenden und Präsidenten der angeschlossenen Vereine besteht, fand quasi im Bühnenbild seinen Platz.
Das Motto der Session und speziell des Abends „Lache kräftig, net se knapp! Ganz Neinkeije unner ähner Kapp!“ wurde im Verlauf dieser Veranstaltung tatkräftig umgesetzt, wobei diese, ebenfalls nach jahrelanger Tradition durch den Fanfarenzug des KV Eulenspiegel unter der Leitung von Heike Ziegler, schwungvoll musikalisch eröffnet wurde. Natürlich durfte das NKA-Prinzenpaar nicht fehlen, das diesen Abend auch in vollen Zügen genoss. Dass „unser“ Prinz Markus III. „ger geschwolle schwätzt“, war inzwischen allen klar – ebenso, dass Prinzessin Nicole I. ihn stets rechtzeitig zurechtwies. Sie lobten in ihrer Rede unter anderem die Neinkeijer Faasenacht und betonten: „Mir sinn stolz, euer Narre zu sein.“
Die ersten Damen in der Bütt waren an diesem Abend „Frau Hampel und Frau Schlampel“, alias Monika Meng und Christel Ortlieb vom KUV Wiebelskirchen, die sich trafen und ihre ganze Energie in den neuesten Tratsch legten. „Hintergründe aufzudecken, ist die Pflicht des Narren“, ist sich „Narr“ Alexandra Karr-Meng vom gleichen Verein sicher und so gehört sie mit ihrer politischen Rede schon zum festen Programm der NKA-Gemeinschaftssitzung. „Messerscharf, aber nie verletzend“, beschrieb sie Karl Albert sehr treffend, nicht ohne zu erwähnen, dass ihre Reden stets ihr Gatte Sören Meng schreibt – ebenso wie in dieser Session die des Prinzenpaares. Vom KKW Wellesweiler kam „e Dummbraddler“, der sich „Tulpenheini“ nennt und im richtigen Leben Rico di Pasquale heißt. Die „Spätversion aus der Hippiezeit“ konnte aber „das klähne Abitur“ vorweißen: „Acht Johr Volksschul unn e Danzkurs“. Der jüngste Verein im NKA, der KV Hangarder Brunnebutzer, war durch seine Gesangsgruppe „Mir kennes net besser“ unter der Leitung von Gerd Bautz vertreten. Die fünf Damen und drei Herren vereinten Büttenreden und Gesang miteinander. Peter Eiden von der KG Rote Funken schreckte nicht davor zurück, in Kittelschürze und Kopftuch, mit Schrubber und Putzeimer die Bütt zu betreten, hatte aber bei seinen Schilderungen der Arbeitsverrichtungen die Lacher auf seiner Seite. Ebenfalls von den Roten Funken spielte der Fanfarenzug unter der Leitung von Rudolf Eiden und marschierten nach einer alten Tradition die Gardisten auf – allerdings haben letztere eine Frau zum „Feldwebel“. Mit „Es Luwies“, Elke Rothaar vom KV Die Daaler, betrat ohne Zweifel „Neunkirchens next Topmodel“ die Bütt: „Ich freie mich so, dass ich heit doo sinn muss!“ Sie strapazierte die Lachmuskeln zu vorgerückter Stunde arg und selbst die männlichen Gäste waren ihr nicht böse über Sprüche, wie „In jedem Mann steckt was Gutes – und wenn’s es Kichemesser is!“ In Knickerbocker, mit dickem Bauch, Spazierstock und -hut berichtete „Mei’m sei Knecht“, Friedel Wagner vom KKW Wellesweiler, vom Landleben im Allgemeinen und seinem „harmonischen Eheglück“ im Besonderen. „Aelvis lebt!“, hieß es plötzlich und tatsächlich mischte mit Josch Sieren von der KG Rote Funken ein blonder Rock’nRoller den Saal auf – und machte letztendlich aus „Viva, Las Vegas“ „Viva Neinkeije“. Der älteste der NKA-Büttenredner, Robert „Obbi“ Gerbracht vom KKW Wellesweiler, bewies mal wieder, dass herrliche Wortspiele keine Frage des Alters sind. In seiner trockenen, unvergleichlichen Art erzählte er als „Kuh“ aus dem Bauernleben.
Auch tänzerisch wurde das Beste der NKA-Vereine gezeigt: Die Majorettes des KV Eulenspiegel zeigten ihren beeindruckenden „Lichterzauber“. Der KV Die Daaler war durch sein Aktivenmariechen Tatjana Paulus vertreten, die KG Rote Funken durch Aktivenmariechen Verena Wier und zu Ehren des Prinzenpaares tanzte aus dessen Heimatverein KUV Blau-Gelb Wiebelskirchen Silvia Urschel. Auch die durchweg flotten Gardetänze waren für das närrische Publikum ein Augenschmaus: So zeigten die Aktivengarden des KV Die Daaler, des KUV Wiebelskirchen, des KKW Wellesweiler und des KV Eulenspiegel ihr Können. Ihre schönen Kostüme, zusätzlich zum tänzerischen Talent, konnten die Aktivengarden der KG Heijo Hopp – Die Scheib mit dem Thema „Dschungel“ und die Damen und Herren vom KKW Wellesweiler mit ihrer „Süßen Versuchung“ auf der Bühne präsentieren. Weitere schöne Schautänze zeigten die Entengarde des KV Die Daaler mit ihrem „Markttreiben“, die Lyonergarde der KG Neinkerjer Plätsch als besonders entzückende „Geishas“ und das Männerballett des KKW Wellesweiler mit seinem „Skandal um Rosi“. Und selbstverständlich durften hier auch nicht die unvergleichlichen Asbach-Funken mit ihrem „Gardetanz“ fehlen.
Weit nach Mitternacht zog, wie bereits von allen erwartet, die frisch aus der Schweiz angereiste „Babyloch Gugge“ mit ihren schönen Kostümen und viel Trara in den Saal ein und blieb und spielte auf der Bühne ihre Guggemusik, bis auch das Prinzenpaar und alle Akteure des Abends dort zur Verabschiedung zusammentrafen. Für die musikalische Unterhaltung vor, zwischen und nach den einzelnen Programmpunkten war erstmals die Kapelle Klaus Kartes zuständig.
ts
Quelle: Stadtmagazin "es Heftche"

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