Neunkircher Karnevals Ausschuss e.V.

ORGANISATION GEMEINSAMER FASTNACHTSVERANSTALTUNGEN

Sechzig Jahre Hei-Joo und Alleh Hopp
Ein Urgestein der Neunkircher Faasenacht geht in „Rente“
 
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Ehre, wem Ehre gebührt: Das Neunkircher Urgestein wurde von den Roten Funken aus dem Saal getragen.

 
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Stolz präsentiert Robert Gerbracht einen Teil seiner über 300 Orden und Auszeichnungen.

 
Wer kennt ihn nicht in der Neunkircher Faasenacht? Unseren „Obbi“ Robert Gerbracht, der nicht nur in der Bütt seit 50 Jahren glänzte, sondern 60 Jahre den Neunkircher Karnevalsausschuss (NKA) mit seiner wertvollen Arbeit unterstützt. Als Büttenredner geht „Obbi“ jetzt in Rente, als Archivar bleibt er dem NKA weiterhin erhalten.

Sein Leben als Neunkircher Narr durfte Robert Gebracht bei den Roten Funken beginnen, hier konnte er durch tatkräftige Unterstützung erst beim Bühnenaufbau tätig sein und war dann Mitbegründer des Spielmannszuges. Als Büttenredner hatte er dann 1964 den ersten Auftritt beim KV Die Daaler gemeinsam mit Heinz Eyer, als Schüler und Lehrer. Die Karriere als Büttenredner nahm ihren Lauf. Mit dem Umzug der Familie Gerbracht nach Furpach folgte dann der Eintritt in den Furpacher Karnevalsverein Eulenspiegel, dort war er immer ein fleißiger Helfer. Doch auch den Daalern blieb Obbi treu, er gründete mit anderen Vereinsmitgliedern die Gesangsgruppen „Les Lumpies“ und die „Gentlemans“ und wurde Delegierter der Daaler im NKA. Im Jahr 1984 beendete er seine aktive Laufbahn bei den Daalern und hielt für eine Weile nur noch als freier Büttenredner seine tollen Reden. Seine letztendliche Heimat als Faasenachter fand „Obbi“ beim KKW in Wellesweiler, dem er 1986 beitrat und dem er bis heute treu geblieben ist.
Der KKW könnte sich ein Dasein ohne „Obbi“ wahrscheinlich nicht mehr vorstellen, ist er doch ein Mitglied, das mit Herz und Seele am Verein hängt. Hier glänzte er in der Bütt in seiner ganz eigenen Art – mit unbeweglicher Miene und seinem ureigenen Humor brachte er stets den Saal zum Kochen. Auch die Sketchgruppe „Die Chaoten“ profitierten von Robert Gerbracht und seiner lieben Frau Heidi, die nun gemeinsam mit ihm in Ruhestand geht. Als Mitglied des KKW-Vorstandes wurde Obbi auch Abgesandter im NKA und unterstützt diesen seit 1990 bis heute im Orga-Team, außerdem ist er auch als Archivar für den NKA tätig. Wer könnte hierzu wohl besser geeignet sein? „Obbi“ Robert Gerbracht wurde mit fast allen Orden des NKA, des VSK (Verband Saarländischer Karnevalsvereine) und des BDK (Bund Deutscher Karnevalsvereine) ausgezeichnet. Der höchste Deutsche Karnevalsorden wurde „Obbi“ in diesem Jahr verliehen, der BDK-Orden in Gold mit Brillanten und großer Urkunde wurden ihm vom Präsidenten der Saarländischen Karnevalisten Horst Wagner und seinem Vize Klaus Ludwig Fess verliehen.
Seinen Abschied feierte Robert Gerbracht bei seinem Heimatverein dem KKW in Wellesweiler, dort hielt er zum vorletzten Mal seine Büttenrede vor heimischem Publikum und dieses dankte ihrem „Obbi“ mit stehenden Ovationen. Das wirklich allerletzte Mal stand er dann bei der großen NKA-Gemeinschaftssitzung in der Bütt und manch einer in der Neunkircher Gebläsehalle hatte Tränen in den Augen, als Karl Albert, der Präsident des NKA, das Neunkircher Urgestein aus der Bütt verabschiedete. Ein nicht enden wollender Applaus begleitete „Obbi“ Robert Gerbracht aus dem Saal, dem er auf einer Sänfte entschwebte, die von den Roten Funken getragen wurde. Ein würdiger Abschied für einen großartigen Menschen. „Obbi“, wir werden dich vermissen!
Quelle: Stadtmagazin "es Heftche
ot

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